Wann sollte man nicht in die Sauna gehen?

Saunieren kann entspannend sein und wird von vielen gesunden Menschen gut vertragen. Bei akuten Beschwerden oder bestimmten Vorerkrankungen kann die zusätzliche Belastung durch Hitze jedoch ungeeignet sein.
Entscheidend ist deshalb nicht nur, welche Erkrankung vorliegt, sondern auch, ob sie stabil behandelt ist und wie du dich aktuell fühlst.
Kurz zusammengefasst
Verzichte bei Fieber, akuten Infekten, deutlicher Kreislaufschwäche und nach Alkoholkonsum auf die Sauna. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wiederkehrende Ohnmacht oder eine Risikoschwangerschaft solltest du vorab ärztlich abklären. Treten während des Saunierens Beschwerden auf, beende den Saunagang sofort.
Wann solltest du nicht in die Sauna gehen?
Mit Fieber, Gliederschmerzen oder einem ausgeprägten Krankheitsgefühl gehört der Körper nicht in die Sauna. Die Hitze belastet den Kreislauf zusätzlich und kann die Körpertemperatur weiter erhöhen.
Eine Erkältung lässt sich nicht einfach „ausschwitzen“. Kehre erst zurück, wenn du dich wieder deutlich erholt fühlst. Mehr dazu erfährst du im spezialisierten Artsauna Ratgeber „Erkältung und Infrarotkabine“.
Auch bei akuten entzündlichen Erkrankungen solltest du pausieren. Dazu zählen beispielsweise Entzündungen, die mit Fieber, starken Schmerzen, Schwellungen oder deutlichem Unwohlsein verbunden sind.
Ob Saunieren bei einer chronischen Entzündung möglich ist, hängt vom Krankheitsbild und dessen aktuellem Verlauf ab.
Alkohol und Saunahitze sind keine gute Kombination: Beides kann den Kreislauf beeinträchtigen und das Risiko für Schwindel, Blutdruckabfall und Unfälle erhöhen.
Verzichte ebenfalls auf die Sauna, wenn du durch Erbrechen, Durchfall, starkes Schwitzen oder zu wenig Flüssigkeit bereits dehydriert sein könntest.
Gehe nicht in die Sauna, wenn du aktuell unter folgenden Beschwerden leidest:
- Schmerzen oder Druckgefühl in
der Brust - ungewöhnliche Atemnot
- Ohnmacht oder starke Benommenheit
- neu aufgetretenes Herzrasen
- starke Kreislaufprobleme
Plötzliche starke Brustschmerzen, schwere Atemnot oder Bewusstlosigkeit sind mögliche Notfallzeichen. In diesem Fall sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.
Wann ist vorab ärztlicher Rat sinnvoll?
- nicht ausreichend eingestellter Bluthochdruck
- instabile Angina pectoris
- kürzlich aufgetretene Herz-Kreislauf-Erkrankung
- Herzschwäche oder schwere Herzklappenfehler
- wiederkehrende Ohnmacht oder starker Blutdruckabfall
- chronische Erkrankung in einer akuten oder instabilen Phase
- Medikamente mit Einfluss auf Blutdruck, Kreislauf oder Temperaturregulation
Darf man in der Schwangerschaft saunieren?
Eine Schwangerschaft ist kein pauschales Saunaverbot. Wer bereits vor der Schwangerschaft regelmäßig sauniert hat und eine unkomplizierte Schwangerschaft erlebt, verträgt moderate Saunagänge häufig weiterhin.
- kürzere Saunagänge
- niedrigere Sitzbänke und moderate Temperaturen
- ausreichend Flüssigkeit
- das Vermeiden von Überhitzung
- sofortiges Abbrechen bei Schwindel oder Unwohlsein
Bei einer Risikoschwangerschaft, Kreislaufproblemen oder Unsicherheit solltest du vorher mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme sprechen.
Diese Warnzeichen solltest du ernst nehmen
Beende den Saunagang sofort, wenn eines dieser Symptome auftritt:
- Schwindel oder Schwarzwerden vor den Augen
- Übelkeit
- starke Kopfschmerzen
- Herzrasen oder unregelmäßiger Herzschlag
- Atemnot
- Schmerzen oder Druck in der Brust
- ungewöhnliche Schwäche oder Verwirrtheit
Verlasse die Kabine vorsichtig, setze oder lege dich hin und kühle dich langsam ab. Bei starken oder anhaltenden Beschwerden solltest du medizinische Hilfe holen.
So reduzierst du die Belastung
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Gehe nur in die Sauna, wenn du dich gesund und belastbar fühlst.
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Trinke vor und nach dem Saunieren ausreichend Wasser.
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Verzichte vorher und währenddessen auf Alkohol.
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Beginne mit einer moderaten Temperatur und einem kurzen Saunagang.
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Stehe langsam auf, damit der Kreislauf Zeit zur Anpassung hat.
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Kühle dich bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht schlagartig eiskalt ab.
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Beende den Saunagang lieber zu früh als zu spät.
Häufige Fragen
Leichter Schnupfen ist nicht automatisch ein Verbot. Entscheidend ist dein Allgemeinzustand. Bei Fieber, Gliederschmerzen, starker Erschöpfung oder einem sich entwickelnden Infekt solltest du pausieren.
Gut eingestellter Bluthochdruck kann mit moderatem Saunieren vereinbar sein. Bei stark schwankenden oder nicht kontrollierten Werten solltest du vorher ärztlichen Rat einholen.
Verlasse die Sauna vorsichtig, setze oder lege dich hin und kühle dich langsam ab. Bleibt der Schwindel bestehen oder treten weitere Beschwerden auf, sollte medizinische Hilfe hinzugezogen werden.
Saunieren kann das Wohlbefinden fördern, ersetzt aber weder eine ärztliche Untersuchung noch eine medizinische Behandlung. Akute Beschwerden sollten nicht eigenständig mit Hitze behandelt werden.
Quellen und weiterführende Informationen:
Laukkanen, J. A., Laukkanen, T. & Kunutsor, S. K. (2018): Cardiovascular and Other Health Benefits of Sauna Bathing: A Review of the Evidence. Mayo Clinic Proceedings, 93(8), 1111–1121. Zur Veröffentlichung
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: Sauna, Bad und Sonne in der Schwangerschaft
American Heart Association: Angina und Brustschmerzen
Dieser Beitrag wurde redaktionell anhand der genannten Quellen erstellt. Er ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei Vorerkrankungen, starken oder zunehmenden Beschwerden sowie Unsicherheit solltest du ärztlichen Rat einholen.